In der ersten Phase des Projektes stand die Analyse der politischen und wissenschaftlich-technischen Rahmenbedingungen im Vordergrund. Ausgehend hiervon wurde ein Systemkonzept entwickelt, das den Aufbau eines wissensbasierten Systems zur Luft- und Satellitenbildauswertung konzeptionell beschreibt. Die durch das System zu bearbeitende Aufgabenstellung besteht in der Detektion, Lokalisation und Interpretation von Veränderungen an statischen Strukturen durch den Vergleich der Bilddaten mit Referenzinformationen über die untersuchte Szene. Da es sich hier um Informationen handelt, wie sie sich typischerweise in Karten finden, bieten sich zur Repräsentation Datenbanksysteme zur Verwaltung räumlicher Daten an. Für die Interpretation detektierter Veränderungen ist darüberhinaus der Zugriff auf allgemeines Wissen erforderlich, das z.B. den typischen Aufbau eines Flughafens beschreibt. Weitere Kernbestandteile des Systems stellen die Steuerung des Auswerteprozesses sowie die automatische Umsetzung generierter Anfragen an das Bild in Bildverarbeitungsprozesse dar. Dementsprechend liegen die Schwerpunkte der Arbeit auf den Bereichen Wissensrepräsentation und Datenbanken, Logik und Inferenzmechanismen sowie wissensbasierte Konfigurierung von Bildverarbeitungsprozessen.
Eine wichtige Grundlage für die experimentelle Arbeit wurde durch den Erwerb geeigneter Bilddaten geschaffen. In Kooperation mit dem CENSIS-Projekt "Physikalische Grundlagen der Fernerkundung" wurden zu diesem Zweck zwei Überfliegungen des Flughafengeländes in Nürnberg durchgeführt.