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Kurzfassung
Diese Studienarbeit beschreibt die Konzeption und Entwicklung eines wissensbasierten Grafikeditors namens GENED. GENED ist ein Akronym für "generischer Editor". Generisch bedeutet in diesem Fall die Verwendbarkeit des Grafikeditors für nicht feststehende Einsatzbereiche - so läßt sich GENED prinzipiell sowohl für die Erstellung von z.B. Petrinetzen als auch Schaltplänen nutzen. Dennoch ist und soll GENED kein elaboriertes CAD-Programm sein.Mit GENED können technische Grafiken bzw. Zeichnungen erstellt werden - im Gegensatz zu konventionellen Grafikeditoren unterstützt jedoch eine wissensbasierte Komponente den Benutzer beim Erstellen der Grafik dadurch, daß gewisse Konstellationen grafischer Elemente (wie z.B. ein Transistor in einem Schaltplan) vom System erkannt (klassifiziert) werden können.
Wesentlich zur Erreichung dieses Ziels ist die Konzeptorientierung und Konfigurierbarkeit des Systems. Ein Wissensrepräsentationssystem (CLASSIC) bietet hier die benötigten Repräsentationsformalismen und Dienste. Bezüglich der Interaktionsformen mit den dargestellten Grafikobjekten muß GENED als objektorientiert bezeichnet werden. GENED ist aber auch im softwaretechnischen Sinne objektorientiert implementiert in Common LISP, CLOS). In einem Satz: GENED ist wissensbasiert, konzept- und objektorientiert. GENEDs Oberfläche wurde mit CLIM (Common LISP Interface Manager) erstellt.
GENED wurde bisher erfolgreich für netz- bzw. graphartige visuelle Formalismen eingesetzt. Die folgenden Bilder zeigen klassifizierte Petrinetze und Entity-Relationship-Diagramme (ER-Diagramme).
Bild 1: noch nicht klassifiziertes Petrinetz
Bild 2: wie Bild 1, aber vollständig klassifiziert
Bild 3: vergrößerter Ausschnitt aus Petrinetz von Bild 2
Bild 4: klassifiziertes ER-Diagramm
Bild 5: vergrößerter Ausschnitt aus ER-Diagramm von Bild 4
Bild 9: Mögliche topologische Anfragen
Bild 10: Ergebnis einer topologischen Anfrage "zeige enthaltene Objekte"
Bild 11: Noch ein klassifiziertes Petrinetz
Bild 12: Noch ein klassifiziertes Petrinetz